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Folgende Beispiele haben mich fasziniert:
Aus der Liste “Examples of collective intelligence“ von MIT CCI haben mich spontan folgenden Firmen/Projekte interessiert:
- Assignement Zero, weil es das Prinzip der Community von “Viele wissen mehr als Einer” aufgreift. Leider ist diese Community nicht (mehr) aktiv.
- Citizendium, weil es zu einem der bekanntesten Beispiele der kollektiven Intelligenz gehört, nämlich zu Wikipedia, aber Citizendium selber ist nicht bekannt (siehe auch USA Today).
- InnoCentive, weil ich davon im Buch “Viele wissen mehr als Einer” auch schon gelesen habe (S. 34).
- Kiva, weil es mich interessiert, ob eine solche Entwicklungshilfe zu Selbshilfe führt und besser ist, als alles bisherige. Zudem bin ich auch erstaunt, dass es Social Banking auch in der Entwicklunghilfe gibt, denn zum ersten Mal habe ich von Social Banking im Unterricht gehört und das ist erst einige Wochen her, als es um das Thema Social Banking (Motto: Webciety) der Cebit von 2009 ging.
- StumpleUpon, weil es mit dem Thema Suchmaschine die Informationswissenschaft betrifft.
- The Ontolog, weil es mit dem Thema Ontologien und Semantik die Informationswissenschaft betrifft.
Diese Beispiele sind meist nicht gewinnorientierte Organisationen. Trotzdem habe ich sie hier kurz aufgeführt, weil sie mich interessiert haben. Aber ich werde sie darum wahrscheinlich nicht für die Lektion gebrauchen.
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Aus dem Buch “Viele wissen mehr als Einer” haben mich spontan in der Aufzählung unten stehende Firmen/Projekte interessiert. Das Buch stellt sechs Möglichkeiten von Communitys vor, bei denen die kollektive Intelligenz für einen bestimmten Zweck genutzt wird. Die Bereiche sind: Dienstleistungs- /Produktentwicklung, Marketing, Kundendienst /-betreuung, Produktion, Finanzierung, Management und Strategie. Daraus wähle zu jedem Bereich mindestens ein Beispiel aus, das auch für die Lektion interessant sein könnte:
- Von F&E hin zu F&Wir: Eine Firma lebt und stirbt mit dem, was sie anbietet. Darum ist es verständlich, wenn Führungskräfte die Kontrolle über die Art der Güter, die sie verkaufen, nicht aufgeben wollen. Aber im Zusammenhang mit kollektiver Intelligenz ist zu sagen, dass Kunden auch ein Interesse haben an den Gütern. Zudem ist es ziemlich sicher, dass der Kunde das mag, was die Community schafft. Denn die Community besteht aus Kunden. Darum ist es eine kluge Entscheidung die Kunden diktieren zu lassen, was verkauft wird (S. 41). Falls man diesen Schritt jedoch macht, dann sollte man sich bewusst sein, dass Mitarbeiter diese Community als Bedrohung ansehen. Ein Manager muss die Absichten unmisserverständlich klar machen. Und auch nie die Ideen der eigenen Mitarbeiter ignorieren und ihnen auch Anreize geben (S. 47). Beispiel für diesen Bereich sind:
- Nikoli, weil es so ungewöhlich war auf Rätsel zu treffen (S. 42f).
- Linden Lab, da ich nie an Second Life und kollektive Intelligenz eine interessante Kombination ist (S. 48fff).
- Wie können wir dem Wir helfen?: Communitys unterstützen Kundenbetreuung. Die Gründe, warum Kunden sich eher gegenseitig helfen, sind folgende: Wartezeiten am Telefon, Weiterleitungen, Kosten für den telefonischen Support, Kunden wollen als Experten anerkannt werden. Aber auch für Firmen ist es von Vorteil. Sie sparen Geld, indem Kundendienstmitarbeiter für andere Arbeiten frei werden und gleichzeitig eine Community von Stammkunden besteht, welche auch für Produkttests und anderes angezapft werden kann. Die Frage ist nur: Geben die Kunden die richtige Antwort oder beschreiben sie die Vorzüge der Konkurrenz? Verweisen sie auf den Kundendienstmitarbeiter, wenn es defekte Waren gibt? Wo ist die Grenze zwischen Community als Kundendienst und Angestellte als Kundendienst (S. 61fff)? Ein Beispiel für diesen Bereich ist:
- COOKSHACK, weil es zeigt, dass auch kleine Firmen von der kollektiven Intelligenz profitieren können (S. 63fff).
- Der Kunde als Verkäufer: Studien haben ergeben, dass sich Konsumenten von heute weite mehr auf das verlassen, was Freunde zu einem Produkt sagen, als auf die Reklame. Mundpropaganda ist aber eine alte Angelegenheit, die schon zu Zeiten der Ägypter eingesetzt wurde. Der Einsatz von Crowdsourcing in einem Marketingprogramm ist jedoch revolutionär. Zudem auch dass es extrem viele Menschen mobilisiert und diese so gut wie keine Bezahlung erhalten. Der Nachteil ist, dass die Firmen jedoch keine Kontrolle darüber haben, was die Empfehler tatsächlich sagen. Studien bei Amerikanern zeigen jedoch, dass sie in ihren Gesprächen über Markenartikel im Verhältnis sechs zu eins positiv darüber sprechen (S. 79fff). Ein Beispiel für diesen Bereich ist:
- Procter & Gamble mit Vocalpoint, weil es ein beeindruckendes Beispiel ist laut Autoren (S. 79fff).
- Procter & Gamble mit Vocalpoint, weil es ein beeindruckendes Beispiel ist laut Autoren (S. 79fff).
- Der Kunde als Produzent: Hier heisst Crowdsourcing, dass Unternehmen mit Inhalten von Community-Mitgliedern (können auch
Kunden sein) versorgt werden, nicht von Mitarbeitern. Dafür gibt es folgende Beispiele:
- iStockphoto, weil es ein gutes Beispiel ist (leuchtet mir mehr ein als Zebo.com) (S. 99fff).
- Zebo.com, weil es unglaublich scheint, dass es so etwas gibt – aber es existiert (S. 103fff)!
- Willkommen bei der Weltbank des Wir: Die Gemeinschaft als Geldgeber gab es schon vor siebzehnhundert Jahren in China. Oder seit Jahrhunderten in der Karibik, Afrika, Korea und Vietnam als “Money Pools”, wobei Mitglieder einen festen Betrag pro Monat beisteuern und dafür abwechselnd die Geschäftssumme am Ende des Monats abholen. Die folgende Firma ist aus dieser Idee entstanden (S. 199fff):
- Bei Prosper vergibt die Community unter ganz bestimmten Bedingungen Kredite. Prosper ist eine Anwendung von Wikinomics, weil es eine Aufgabe an eine Community abgibt. In diesem Fall ist die Aufgabe die Finanzierung (S. 119fff).
- Jeder kann ein C-We-O sein: Dabei geht es darum, ob eine Community ein Unternehmen leiten und strategische Entscheidungen treffen kann. Zum Beispiel Entscheidungen, welche Produkte und Dienstleistungen anzustreben sind (S. 135fff). Beispiele aus diesem Bereich sind:
- TheBusinessExperiment.com (TBE) scheiterte mit der Geschäftsidee Askspace.com. Askspace.com ist nun ein Blog Askspace.blogspot.com (S. 135fff).
- Cambrainhouse hat eine abgeschwächte Version von der Idee C-We-O, aber es funktioniert.
Weitere Beispiele kollektiver Intelligenz auf der Hauptseite des Handbook of Collective Intelligence und in der Liste “Examples of collective intelligence“.
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[...] In einigen dieser Bereiche gab es koll. Intelligenz schon vorher, ohne Technologie, aber die Technologie hat die Macht dieser Masse noch „vergrössert”. Beispiele siehe Blog „Gute Beispiele von Anwendungen kollektiver Intelligenz in Unternehmen“. [...]
Pingback von Schlusswort: Und - schlau geworden aus dem Thema? « DMDM - Die Macht der Massen!? 4. April 2009 @ 14:17[...] aufs Nachwort geht dieser Blogeintrag ein. Die Beispiele in Kapitel 2 bis 7 werden im Blog “Gute Beispiele von Anwendungen kollektiver Intelligenz in Unternehmen” [...]
Pingback von Buch: We are smarter than me « DMDM - Die Macht der Massen!? 5. April 2009 @ 20:30